Ständig vom Partner enttäuscht​

Unfreiwillig einsam

Enttäuschungen führen manchmal dazu, dass wir uns vom Partner abwenden und uns verraten fühlen. Woher kommen die Enttäuschungen und wie können wir sie überwinden?

Ständig vom Partner enttäuscht macht einsam

Wenn du immer wieder von deinem Partner enttäuscht wirst, dann ist der wahre Grund hinter deinem Frust nicht dein Partner, sondern es sind deine Erwartungen an deinen Partner.

Du findest diese Erklärung zu einfach und hast sie schon dutzendmal gelesen? Um diese Ursache wirklich einmal zu erleben, stell dir vor, wie beispielsweise dein Partner oder deine Partnerin genau das macht, was du von ihm/ihr erwartest:

    • Statt nach der Arbeit den Rest des Abends abzuhängen, hilft er dir im Haushalt.
    • Statt sich hinter einem Putzzwang zu verstecken, unternimmt sie wieder etwas mit dir.
    • Statt ständig bei Terminen zu spät zu kommen, ist er nun pünktlich.
    • Statt laut und gefühlsduselig zu jammern löst sie ihre Probleme nüchtern.
    • Statt deine Ansichten kleinzureden und dich zu beleidigen, versteht er dich.

Diese Liste lässt sich beliebig erweitern. Was fällt dir ein? Was erwartest du von deinem Partner? Kannst du irgendeine Enttäuschung in dir finden, wenn dein Partner alles so macht, wie du es erwartest?

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Woher kommen die Erwartungen?

Wenn wir unser Alltagsleben auf die reinen Tatsachen herunterbrechen, dann bleibt ein Leben, wie wir es bei Tieren beobachten können: Wir gehen und laufen, Kinder spielen. Wir sehen, hören und riechen. Wir reden und gestikulieren. Wir sitzen, wir liegen, wir schlafen. Unser Leben ist – wenn wir allein die nackten Tatsachen betrachten – schlicht und einfach.

Doch da wir mit einem Verstand ausgerüstet sind, denken wir über alles nach, was wir erleben. Wir bewerten es – und die Messlatte der Bewertung sind unsere Überzeugungen und Meinungen darüber, wie die Welt sein sollte.

Wir haben über alles ein Meinung, auch wenn wir uns darüber nicht immer bewusst sind.

Wenn uns unser Nachbar nicht anständig grüßt, dann ist er ein unfreundlicher Mensch, weil (wir der Meinung sind, dass) man sich „anständig“ grüßt.

Wenn der Partner sich nicht an Absprachen hält und wir der Meinung sind, dass man sich immer an Absprachen halten muss, dann sind wir enttäuscht. Wir denken, jetzt zeigt er sein wahres Gesicht als kleiner Junge, der noch nicht erwachsen ist.

Die Enttäuschung über den Partner ist auch die Enttäuschung über sein mangelndes Urteilsvermögen.

Diese Meinungen und Überzeugungen sind unsere Glaubenssätze, die es uns erlauben, die Welt in ‚gut‘ und ‚böse‘ einzuteilen. ‚Gut‘ ist, was in unser Weltbild passt und unser Weltbild bestätigt. ‚Schlecht‘ ist, was von unserem Weltbild abweicht und es in Frage stellt.

Das Handeln und Denken unseres Partners sollte immer in unser Weltbild passen. Zumindest in unser Bild, wie eine ideale Partnerschaft aussieht.

Passt es nicht, sind wir enttäuscht. Über den Partner und über uns, dass wir ihn nicht früher durchschaut haben, wir er oder sie wirklich ist.

Was Tatsachen und Glaubenssätze verbindet

Wir alle haben das Gefühl, in einer Welt zu leben, die mehr oder weniger für jeden gleich ist. Aber das Gegenteil ist der Fall. Kaum etwas ist gleich.

Selbst eine so einfache Tatsache wie ein Haus erleben wir sehr unterschiedlich. Was für den einen ein zerfallenes altes Haus ist, ist für den anderen ein pittoreskes Schmuckstück.

Was ist das Haus nun? Ein verfallenes oder ein pittoreskes Schmuckstück? Um bei den reinen physikalischen Tatsachen zu bleiben: es ist ein Haus.

Genauso unterschiedlich erleben wir die Menschen, unsere Partner, und ergänzen die Tatsachen um unser Urteile und Ansichten. So wird dann aus einem Mann, der auf einer Coach sitzt und Fernsehen schaut, plötzlich ein Monster. Und eine Frau, die wortreich von ihrem Alltag erzählt, wird zu einer schwatzhaften Gans.

 

Bedeutung geben

Das Schlüsselwort, das Tatsachen und Glaubenssätze verbindet, heißt ‚Bedeutung‘. Als denkende Wesen laden wir alles, was wir sehen und hören, mit einer gewissen Bedeutung auf.
 

Menschen sitzen oder reden nicht nur, sondern werden in unseren Augen gemütlich oder faul, gesellig oder geschwätzig. Wir geben dem, was wir erleben, eine gewisse Bedeutung. Die Triebfeder sind unsere Glaubenssätze.

 

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Am Beispiel von Eifersucht soll der Sachverhalt noch einmal verdeutlicht werden.

Wenn der Partner immer später aus der Arbeit heimkommt, erklärt der seine Überstunden vielleicht durch viel Arbeit. Wenn wir das nicht glauben können oder wollen, versuchen wir es anders zu erklären und finden auch einen Grund: Es muss eine andere Person dahinterstecken!

An dieser Stelle werden die Weichen für oder gegen eine Eifersucht  gestellt: Welche Bedeutung hat dieser Kontakt für uns? Löst er Trennungsängste aus? Fühlen wir plötzlich eine gewisse emotionale Abhängigkeit?

Welche Bedeutung wir auch immer unserer eigenen Erklärung geben: sie löst unsere Eifersucht aus. Der Grund für die Eifersucht ist also keine Tatsache, sondern sind unsere Gedanken und Erklärungen für die Situation, wie sie ist.

Wenn wir die Situation noch einmal zusammenfassen, liest es sich so: Eine Tatsache „Überstunden“ wird nicht geglaubt und eine andere Erklärung gesucht und gefunden. Fatalerweise ruft die Erklärung Ängst hervor und endet in einer Eifersucht.

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Achtsamkeitsübungen

Um diese Unterscheidung zwischen Tatsachen und Bedeutung geht es bei vielen Achtsamkeits-Übungen. Stets steht die Frage im Raum: Was ist tatsächlich wahr und was denke ich in die Situation hinein?

Auf den Partner übertragen heißt es: Wer ist er wirklich, was tut er wirklich und was deute ich in ihn hinein?

Zunächst einmal ist unser Partner nur ein Mensch. Mann oder Frau. Ein Mensch, der morgens aufsteht, ins Bad geht, sich wäscht, durch die Wohnung läuft, am Tisch sitzt, frühstückt, sich den Mund abwischt und anschließend das Haus verlässt.

So übrigens sehen uns unsere Haustiere: Menschen, die durch die Wohnung laufen, am Tisch sitzen, auf der Coach liegen …

Ich nehme an, dass falls du beim Lesen an deinen Partner gedacht hast, mehr gesehen hast als nur die sachliche Seite der Aufzählung. Jeder von uns macht aus den Menschen und den Situationen um ihn herum mehr als tatsächlich vorhanden ist. Selbst beim Lesen schweift unser Geist in den Alltag ab.

Wir sehen nicht nur einen Menschen, der morgens neben uns aufsteht, sondern erleben, wie schwer unserem Partner das Aufstehen fällt, weil er wieder einmal viel zu lange wachgeblieben ist. Wir sehen keinen Menschen, der im Bad einfach vor dem Spiegel steht, sondern wir ärgern uns über den Lahmarsch, weil das Bad viel zu lange besetzt bleibt und wir in Zeitnot kommen. Jeden Morgen.

Gedanken müllen uns zu, Gedankenschleifen zermürben uns.

Wenn wir in Krisenzeiten unseren Partner sehen, entfaltet sich in unserem Kopf eine ganz eigene Welt. Er wird begraben unter einem Berg von Gedanken. Manchmal knallen wir sie ihm in Form von Vorwürfen an den Kopf. Manchmal behalten wir unsere Gedanken für uns und wundern uns, uns in einem Gedankenkarussell wiederzufinden.

Der Verstand produziert Interpretationen über die Welt, an denen er schlussendlich leidet.

Unsere Erwartungen legen sich wie ein grauer Schleier über unsere Wahrnehmung. Wir kommen der Trennung näher als der Liebe. Von einer erfüllten Verbindung sind wir in diesen Momenten meilenweit entfernt.

Der Mensch, mit dem wir eine Beziehung haben und den wir eigentlich lieben, erkennen wir gar nicht mehr richtig als den, der er ist. So wie er uns ständig enttäuscht, so sind wir ständig in seinen Angelegenheiten und wollen ihn anders haben.

Wir betrachten ihn durch die Brille unserer Erwartungen und sehen nur noch einen Menschen, der anders sein sollte. Die Liebe aber kann nur lieben, was ist, und nicht, was sein sollte. Das erzeugt nur Frust und Stress.

Woran erkennen wir eigentlich im Alltag und ganz praktisch, dass das Verhalten unseres Partner von unseren Vorstellungen und Glaubenssätzen abweicht? Und er wieder kurz davor ist, uns zu enttäuschen?

Von der Theorie zur Praxis

Erwartungen und Glaubenssätze

Erlebe, wie Glaubenssätze sich auf deine Wahrnehmung von Menschen und Situationen auswirken. Eine praktische Übung.

Erwartungen als Messlatte

Wer sich seiner Erwartungen an den Partner nicht bewusst ist, sondern nur immer wieder stressvolle Gefühle beim Anblick seines Partners hat, sollte einmal auf seine Gedanken achten. Und zwar in dem Moment, in dem die Enttäuschung sehr groß ist.

Es geht um die Gedanken, die die Messlatte für das Verhalten des Partners darstellen, das zu Enttäuschungen führt.

Achte einmal auf die die Gedanken oder Sätze mit dem winzigen Wörtchen ‚zu‘: Weil er sich zu spät drum kümmert. Weil sie mit den Kindern zu nachgiebig ist. Weil er zu viel trinkt. Weil sie zu viel jammert.

Hinter diesen Sätzen mit einem ‚zu‘ steckt immer ein Glaubenssatz, wie der Partner eigentlich sein sollte. Die Abweichungen formulieren wir mit einem ‚zu‘.

Hinter dem Satz: „Er trinkt zu viel!“ steckt eine genaue Vorstellung, was und wieviel unser Partner trinken ‚darf‘.

Gehen all unsere Erwartungen in Erfüllung, befinden wir uns im emotionalen Gleichgewicht.

Hinter der Satz: „Weil er sich zu spät drum kümmert“ steckt wahrscheinlich die unausgesprochene Erwartung, immer alles sofort zu erledigen. Nichts auf die lange Bank zu schieben. Was auch immer.

Andere Glaubenssätze und damit verbundene Enttäuschungen findest du in Sätzen, die das Wort ‚richtig‘ oder ’nicht richtig‘ enthalten. „Er verhält sich nicht richtig in Gegenwart von Gästen!“

Bei dieser kurzen Auflistung kannst du gut erkennen, dass Wörter wie ‚zu‘ und ‚richtig‘ geradewegs zu einer ständigen Enttäuschung führen.

Jedes 'zu viel' und jedes 'nicht genug' führt zu Enttäuschungen.

Einerseits fühlt es sich sehr banal an. Doch Hand aufs Herz: doch wie groß ist dein Frust? Es sind die vielen kleinen Unstimmigkeiten, die am Gemüt nagen und das Vertrauen in andere Menschen schrumpfen lassen.

Jedes ‚zu‘ und jedes ’nicht richtig‘ bewerten das Verhalten der Menschen. So ist auch klar, warum wir ständig vom Partner enttäuscht werden.

Was passiert wohl, wenn ein Gedanke Formulierungen enthält wie ’nicht genug‘?

Wenn du deine Enttäuschungen spürst, frage dich: Was habe ich von ihm oder ihr erwartet? Wovon soll er mehr geben? Was soll sie weniger tun?

Das Ende der Selbsttäuschung

In der psychologischen Literatur weisen Autoren immer wieder darauf hin, dass eine Ent-Täuschung das Ende einer Selbst-Täuschung ist.

Im Grundtenor klingt es so, als ob der Partner uns (fast schon böswillig und absichtlich) getäuscht hat und wir darauf reingefallen sind.

Die Dinge auf diese Art zu sehen führt dazu, uns im Recht zu sehen und gar nicht auf die Idee zu kommen, dass es unser Denken ist, das uns an der Nase herumführt.

Das gebrochene Versprechen

Auf die erste Enttäuschung, dass eine Erwartung nicht erfüllt wird, folgt die zweite Enttäuschung: Der Partner hält nicht, was er versprochen hat.

Wie sollte er auch? Nach eine Gespräch, in dem wir klar gemacht haben , was wir erwarten, hat er vielleicht das Versprechen gegeben, sich deinen Wunsch zu Herzen zu nehmen.

Doch unter Druck und Manipulation gegebenen Versprechen sind Makulatur. Der, der das Versprechen gegeben hat, boykottiert es, so weit es sich boykottieren lässt.

Menschen in emotionaler Abhängigkeit mit massiven Eifersuchtsanfällen drängen in ihrer Not ihre Partner immer wieder dazu, Versprechen abzugeben, die nur schwer zu halten sind.

Wie oft sieht man das „Versprechen-Fordern“ als Erziehungsmethode! Kleinen Kindern, die ‚unartig‘ waren, nötigt man das Versprechen ab, nicht länger zu lügen, nicht mehr wütend zu sein, nicht mehr die Geschwister zu ärgern usw.

Und was passiert? Sie lügen weiter, werden weiter wütend und ärgern weiterhin ihre Geschwister.

Versprechen halten wir nur, wenn sie aus unserem Herzen kommen und nicht, wenn sie – mehr oder weniger – erzwungen worden sind.

Ein gebrochenes Versprechen ist die zweite Enttäuschung, die auf die erste folgt.

Dass sich ein Mensch trotz Versprechens nicht an sein Versprechen hält, ist noch nicht einmal böse Absicht. Es ist schlichtweg Unvermögen.

Bei Enttäuschungen kommen zwei Dinge zusammen: Die Unfähigkeit des Partners, sich ändern zu können oder zu wollen, und auf der anderen Seite unsere eigene Unfähigkeit, den Partern so zu nehmen, wie er ist.

Im Laufe der Jahre sehen wir in unserem Partner immer mehr einen Mensch, wie er nicht ist, und verlieren zunehmend den Kontakt zu ihm.

Ein großes Handikap, das zwischen uns und unserem Partner steht, sind die Glaubenssätze über Männer und Frauen, über dich oder deinen Partner. Über Beziehungen. Glaubenssätze sind auch das Thema des MINI-KURSES „So kannst du mit Enttäuschungen umgehen“, zu dem ich dich mit deiner Neugier herzlich einladen möchte. Er ist gratis.

von Alexander Poraj / Kösel Verlag – 20 Euro.

Die Erfahrung des Zen im Hier und Jetzt zu leben, ermöglicht eine unverstellte und ehrliche Begegnung mit der Wirklichkeit – auch in deiner Beziehung. Dieser Begegnung geht oft eine Enttäuschung voraus, die uns – wenn wir die Erwartungen dahinter erkennen – zu einem besseren Verständnis über unser Leben führt.

Warum wir uns nicht ändern

Jeder von uns will eine „Persönlichkeit“ darstellen. Und unsere Vorstellung von Persönlichkeit ist verbunden mit den Begriffen Verlässlichkeit, Konstanz und auch Berechenbarkeit.
Das sind wichtige Werte, für die wir Energie aufbringen sie zu erhalten. Termine, die plötzlich nicht mehr in unseren Kalender passen, nehmen wir trotzdem wahr – weil wir zugesagt hatten.

Manche Zusagen an Freunde oder Bekannte, die wir aus einer gewissen Laune heraus gegeben haben, würde wir gerne wieder zurücknehmen – aber trauen uns nicht! Weil wir verlässlich sein wollen.

Doch hat diese Vorstellung von Persönlichkeit als berechenbarer und verlässlicher Mensch den Nachteil, dass wir uns nicht trauen, uns zu verändern. Wir wollen als der wahrgenommen werden, der wir schon immer waren. Doch wie wollen wir uns dann ändern?

Und im Zusammenhang mit einem gegebenen Versprechen ist es besondern knifflig. Wir wollen uns selbst treu bleiben, aber sollen oder wollen uns auch ändern! Die Rückstellkräfte, alles beim Alten zu lassen, sind enorm.

Hinsichtlich persönlicher Weiterentwicklung sind die inneren Werte von Verlässlichkeit und Beständigkeit ein Fluch. Aus Zuverlässigkeit wird knochentrockene geistige Unbeweglichkeit.

Es geht nicht darum, einen Wert wie Verlässlichkeit aufzugeben, sondern sich zu überlegen, wo und an welcher Stelle sie sinnvoll ist.

Die Vorstellung von einer konstanten Persönlichkeit lässt sich ersetzen durch das Bild einer dynamischen Persönlichkeit. Keiner muss so bleiben, wie er gestern war.

Enttäuschung durch Unterlassungen

Darf ich dich auf einen kleinen Umweg mitnehmen, der uns geradewegs zu den Ursachen des Problems führt?

Werfen wir dazu einen Blick auf ‚Unterlassungen‘, was ja in mancher Partnerschaft auch immer wieder zu Enttäuschungen führt.

Kann eine Unterlassung (jemand tut etwas nicht) eine Tatsache sein?

Wir sehen einen Menschen, der etwas Bestimmtes nicht tut. Wie können wir das ‚Nicht-Tun‘ sehen?! Wie kann das Realität sein?

Jemand steht vor uns und wir sehen ihn nicht sitzen – wie können wir das Nicht-Sitzen sehen?

Das geht nicht. Das Nicht-Tun ist völlig virtuell. Es findet nur bei uns im Kopf statt. Bei dir und bei mir.

Um das noch mehr zu verdeutlichen, nehme ich zunächst einmal mich selbst als Beispiel. Ich schau aus dem Fenster und denke, ich könnte auch einen Freund besuchen – aber ich tue es nicht, weil ich lieber rausschaue.

In einer realen Welt sitze ich am Fenster und die „Unterlassung“ findet nur in meinem Kopf statt.

Gleichzeitig siehst du mich am Fenster sitzen und denkst: „Der könnte auch die Blumen gießen!“ Aber ich tue es nicht und meine ‚Unterlassung‘ findet nur in deinem Kopf statt.

Handeln und auch Nicht-Handeln kann zu Enttäuschungen führen.

Findest du das Beispiel weit hergeholt? Außerdem – denkst du – geht es darum, was dein Partner macht. Warum du immer wieder vom Partner enttäuscht bist.

Aber letzten Endes haben das Handeln und Nicht-Handeln deines Partners sehr viel mit deiner Enttäuschung zu tun. Sie sind nur zwei Seiten derselben Medaille.

In beiden Fällen stecken deine Erwartungen an ihn oder sie dahinter. Und anders als bei dem Beispiel mit mir hat das Verhalten deines Partners oder deiner Partnerin eine gewisse Bedeutung für dich.

Es ist dir wichtig, wann er nach Hause kommt.

Es ist dir wichtig, mit wem sie sich wie unterhält.

Es ist dir wichtig, dass er dir aktiv zuhört.

Es ist dir wichtig, dass sie deine Interesse teilt.

Es ist dir wichtig, gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Immer.

Natürlich gibt es auch viele Partnerschaften, wo ein Partner dem anderen schnurzpiepegal ist. Es kommt ganz auf den Bindungsstil an. Wenn nicht beide ähnlich veranlagt sind, verhungert einer von beiden und wird ständig vom Partner enttäuscht.

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