Emotionale Nähe herstellen

Emotionale NÄhe

Glückliche Beziehung

Emotionale Verbundenheit als dynamisches Band zwischen Nähe und Distanz.

Emotionale Nähe und Verbundenheit

Innige Verbundenheit spüren

Zu Beginn einer Liebesbeziehung ist das Leben wunderbar. Es ist leicht und fließend, das Miteinander wie selbstverständlich. Wir fühlen uns mit dem geliebten Partner emotional und mental verbunden wie mit keinem anderen Menschen.

In dieser Zeit, in der wir das Gefühl haben mit dem geliebten Menschen bis auf alle Ewigkeit verbunden zu sein, ist das Bedürfnis nach Nähe riesig. Vielen kann es nicht eng genug sein.

In den meisten Beziehungen ändert sich das. Die Dynamik zwischen Nähe und Distanz beginnt. Jeder der Partner muss für sich herausfinden, wieviel emotionale Nähe er zulassen kann.

Entweder spielt es sich ein und beide können gut mit dem Hin und Her umgehen, oder aber es wird ein Thema, das die Ehe oder Partnerschaft dauerhaft beherrscht.

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Ohne einen lebendigen Wechsel zwischen Nähe und Distanz kann es passieren, dass sich die Partner tief verstricken und eine emotionale Abhängigkeit mit dem Partner entsteht.

Während der eine um seine Freiräume kämpft, krallt sich vielleicht der andere am Partner fest. Es beginnt ein Machtkampf, wenn einer der Partner zu abhängig vom anderen ist.

Eine Form des Machtkampfes ist die Eifersucht. Verlustangst und fehlendes Selbstvertrauen machen uns abhängig vom Partner, der genau diese Schwächen ausgleichen soll.

Um eine erfüllte Beziehung leben zu können, muss jeder Partner sich selbst nah sein und sich selbst lieben können.

Keiner kann sich wirklich auf einen Menschen einlassen, wenn er sich selbst ablehnt. Die Liebesbeteuerungen des Partners kommen ihm wie Heuchelei vor. Wenn wir uns selbst nicht für liebenswert halten, dann kann ein Partner noch so sehr dagegenhalten.

Sei nicht nett, sei echt!

Werde echt und authentisch

Emotionale Verbundenheit ist keine Frage ständiger Harmonie, sondern von echter Authentizität.

Einen Weg dorthin beschreibt das Buch  von Kelly Bryson. “Sei nicht nett, sei echt!” ist das Lebensmotto derjenigen, die ein Gleichgewicht zwischen Selbstliebe und Mitgefühl zu anderen suchen. Ein Muss.

Wie lässt sich emotionale Nähe aufbauen?

Vor allem durch Gespräche. Mit Berührung. Umarmung. Indem wir dem Gegenüber mitteilen, was uns bewegt. Indem wir all unsere Gefühle und Wünsche offenlegen. Uns offenbaren ohne die Erwartung, dass der andere mehr macht als zuzuhören.

Unsere Bedürfnisse mitteilen, ohne gleich Lösungen zu erwarten. Auch dem Partner zuhören, ohne ihm gleich für seine Probleme, Sorgen und Ängste mit Lösungen auf die Pelle zu rücken; auch das heißt Nähe herstellen.

Offenheit und Ehrlichkeit

Innige Verbundenheit entsteht, wenn wir uns menschlich und verletzlich zeigen.

Sie entsteht nicht, wenn wir uns verletzt und gekränkt zeigen. Damit erzeugen wir nur Mitleid oder Wut.

Und wenn wir als Zuhörer den anderen in seiner Verletzlichkeit tragen und schützen. Seine Offenheit und sein Vertrauen schätzen.

Wir stellen Nähe her, indem wir dem anderen zuhören, als käme er von einem anderen Stern – voller Verwunderung über dieses einzigartige Wesen. Unser Partner ist nicht von sich aus einzigartig, sondern wird es durch unser vorurteilsfreies Zuhören.

Unser Partner wird erst durch unser ungeteiltes Zuhören einzigartig.

Emotionale Nähe stellen wir her, indem wir uns bannen lassen von Begegnungen, als wäre es unsere letzte. Wenn wir uns selbst loslassen, unser Ego und unsere Rechthaberein, und wenn wir uns nicht mehr wichtig nehmen.

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Beziehung verbindlich und frei gestalten

Um mit einem Menschen wirklich Nähe herstellen zu können, müssen wir uns ihm angstfrei und aus freien Stücken zuwenden können.

Tiefe emotionale Nähe können wir mit einem Menschen herstellen, wenn wir zu genau demselben Menschen leicht Distanz schaffen können.

Nähe oder Distanz sind in jeder Partnerschaft nur vorübergehende Zustände, die wir als dynamisch vitale Bedürfnissen in eine Partnerschaft mitbringen.

Wer sich nicht in die Angelegenheit des Partners einmischt, kommt leichter mit diesem dynamischen Geschehen zu recht und weiß auch die darin liegende Freiheit zu genießen.

Aus dem Zen-Buddhismus stammt das geflügelte Wort: „frei verbunden“ sein. Im ersten Moment mag es widersprüchlich klingen, weil wir mit Verbundenheit sofort Unfreiheit verbinden. Und gleichzeitig spüren wir, wie richtig es ist.

Wer aber in der Lage ist, sich jederzeit aus freien Stücken auf Nähe einzulassen, der kann auch wieder auf Distanz gehen.

Den Partner ohne Urteil sehen

Um aus freien Stücken zu agieren und zu entscheiden, müssen wir uns auch aus den Verstrickungen mit anderen Personen lösen.

Zu diesen Verstrickungen gehören auch unsere Urteile und Meinungen über unseren Lebensgefährten. Die Glaubenssätze und Klischees, die wir schon seit unserer Kindheit oder Jugend über Männer und Frauen haben, blockieren uns. Lerne, deinem Partner  ohne Urteil zu begegnen.

All unsere Urteile über Menschen oder das Leben verhindern Nähe und auch frei fließende Liebe.

Die unbewussten Erwartungen, die immer wieder als ständige Enttäuschungen hochpoppen, schieben eine Riegel vor jede Bereichtschaft auf Nähe.

Sei dir selbst nah

Wie willst du die Nähe des anderen Menschen spüren, wenn du dir selbst nicht nah sein kannst?

Also fang bei dir an,  mehr partnerschaftliche Nähe herzustellen. Akzeptiere dich, wie du bist. Das Internet ist voll mit Möglichkeiten, Programmen und Selbstlern-Kursen, die dir helfen, mehr Selbstliebe und ein starkes Selbstwertgefühl zu entwickeln.

Die Selbstliebe ist der Grundstock für eine Verbundheit in Liebe. Und Nähe zu sich selbst sollte nicht verwechselt werden mit narzisstischer Selbstverliebtheit.

Beginne eine aufregende Reise zu dir selbst. Manchmal ist es eine Art Abstieg in seinen Seelenkeller mit seinen berühmt-berüchtigten Leichen.

Viele Menschen sich ihre Gefühle im Laufe ihres Lebens wegrationalisiert. Dann ist die neuerliche Begegnung mit seinen Empfindungen und Gefühlen quasi eine Nahtod-Erfahrung.

Tiefe Verbundenheit ist innig, aber nicht ewig.

Bei dieser Reise zu dir selbst begegnest du auch muffigen Überzeugungen über Partnerschaft. Überprüfe deine Klischees über Männer und Frauen. Finde einen echten Zugang zu dir und die Welt steht dir offen. Dein Partner wird es dir danken. Na ja – vielleicht, denn nicht jeder Partner geht diesen Weg gerne mit.

Aber einer wird es dir auf alle Fälle danken: du dir selbst!

Freiheit bedeutet nicht Beliebigkeit und keineswegs „Distanz“. Freiheit im Sinne einer Beziehung ist innere Haltung und Stärke.

Wer emotionale Verbundenheit herstellen will, braucht das Vertrauen und die Gelassenheit, dass sie sich einstellt, sobald wir innerlich frei sind.

In einer Partnerschaft passiert das manchmal gegenläufig. Im Vertrauen auf die Richtigkeit der wechselhaften Dynamik einer Beziehung können aber beide Partner damit umgehen.