Selbstwertgefühl stärken

Erkenne deinen Selbstwert

Selbstbewusst leben

Ohne Selbstwertgefühl machen wir uns ungewollt abhängig von anderen Menschen. Es fehlt die Liebe zu uns selbst und auch den Dingen zum Leben.

Selbstwertgefühl stärken

Hast du schon einmal versucht, einen Schnupfen mit Taschentüchern zu kurieren? Oder eine unaufgeräumte Wohnung durch Staubwischen aufzuräumen? Wahrscheinlich nicht, weil du weißt, dass das nicht funktioniert.

So ähnlich verhält es sich mit manchen unserer Gefühle oder störenden Verhaltensweisen. Wie zum Beispiel Eifersucht. Wir können Eifersucht nicht aus unserem Leben entfernen, weil sie ein Symptom ist. Wir können allenfalls ihr Ausmaß lindern. Solange wir nicht die Ursache der Eifersucht bekämpfen, wird sie uns begleiten.

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Wer genau hinschaut, entdeckt immer wieder dieselben Gründe hinter verschiedenen Beziehungsproblemen: fehlendes Selbstwertgefühl und Verlustangst. Diese beiden Gründe solltest du ins Visier nehmen, um eine Schieflage in der Beziehung zu bearbeiten.

Am Schluss, wenn dein Selbstwertgefühl gestärkt ist und dich die Verlustangst nicht mehr beherrscht, werden die Probleme von alleine verschwinden.

Es ist wie beim Schnupfen: Wenn dein Körper den Grippevirus besiegt hat, läuft deine Nase nicht mehr.

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Was macht das Selbstwertgefühl aus?

Das Selbstwertgefühl ist die Wertschätzung, die man sich als Mensch gibt.

Selbstwertschätzung kann sich auf den eigenen Körper beziehen und bedeutet, dass man seinen eigenen Körper annimmt, wie er ist. Mit seinen Runzeln und Falten.

Das Selbstwertgefühl bezieht sich erst recht auf sich als Persönlichkeit, die man mit all seinen Stärken und Schwächen annimmt. Wer sein Selbstwertgefühl stärkt, der entdeckt, dass er als Menschen in seiner Unvollkommenheit ganz Mensch ist. Er lernt, sich seine Schwächen und vermeintlichen Fehler  zu verzeihen.

Minderwertigkeitsgefühl

Menschen mit einem Minderwertigkeitskomplex fehlt jegliches Selbstwertgefühl. Sie fühlen sich anderen Menschen in vielen Belangen unterlegen, klein und unbedeutend. Viele leiden an Depressionen und sind suizidgefährdet. Wiederholte Erfahrungen mit Fehlern und eigenem Versagen prägen jede Persönlichkeit in negativer Weise.

Die Symptome von Minderwertigkeitsgefühlen sind unter anderem Beziehungsarmut, Liebesunfähigkeit in Form emotionaler Abhängigkeit vom Partner. Eine massive Eifersucht übertüncht die eigentliche Beziehungsarmut und lenkt von den Minderwertigkeitsgefühlen ab.

Es ist immer wieder traurig zu beobachten, wenn die Partner über Eifersucht streiten. Sie sollten gemeinsam überlegen, wie sich mangelhaftes Selbstwertgefühl stärken ließe, um wieder zu einer glücklichen Partnerschaft zu kommen.

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Warum gesundes Selbstwertgefühl wichtig ist

Es ist eine Frage der Freiheit und Selbstbestimmung. Personen mit geringem Selbstvertrauen leben in einem großen Maß fremdbestimmt. Sie machen sich abhängig von Menschen, die in ihren Augen das haben, was sie nicht haben. Sie neigen zu einem ängstlichen Beziehungsstil, der es für sie fast unmöglich macht, emotionale Nähe herzustellen.

Sie werten sich durch die Beziehung mit einem selbstbewussten Partner auf.

Leicht nachzuvollziehen, dass sie Angst haben, ihren Partner zu verlieren. Diese emotionale Abhängigkeit ist der Grund für ihre Verlustangst.

Mit einem gestärkten Selbstwertgefühl befreist du dich aus dieser Abhängigkeit und kannst viele Beziehungsprobleme hinter dir lassen und kannst besser mit Kränkungen umgehen.

Wie kann ich mein Selbstwertgefühl stärken?

Um dein Selbstwertgefühl stärken zu können, musst du wissen, wie sich dein Selbstwert zusammensetzt. Er besteht aus drei „Säulen“:

Selbstliebe

Wer sich selbst liebt, akzeptiert sich selbst so wie er ist. Dazu gehört, jede Eigenschaft an sich selbst anzunehmen – die Guten wie die Schlechten, nicht nur die Stärken, sondern auch die Schwächen. Sobald du etwas vor anderen schamhaft verbirgst und du Angst hast, jemand könnte es erfahren, fehlt dir vielleicht die nötige Selbstliebe.

Erst wenn du dein Äußeres und deinen Charakter akzeptierst, wird dein Selbstwertgefühl gestärkt.

Leider wird Selbstliebe oft mit Selbstverliebtheit und Selbstgefälligkeit verwechselt. Um diesen Verdacht nicht erst aufkommen zu lassen, verzichtet der ein oder andere auf eine Stärkung seiner Selbstliebe – zu seinem Unglück.

Mündigkeit im Sinne von selbstverantwortlichem Handeln führt uns zu mehr Selbstliebe.  Selbstverantwortliches Entscheiden geben uns das Gefühl von Freiheit, in der wir die Liebe zu uns finden.

Selbstvertrauen

Als Selbstvertrauen wird das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten bezeichnet. Menschen mit ausgeprägtem Selbstvertrauen sind überzeugt, dass sie Herausforderungen und die ihnen gestellten Aufgaben aus eigener Kraft bewältigen zu können. Sie verlassen sich auf ihre eigenen Ressourcen.

Du kannst also dein Selbstwertgefühl stärken, indem du dir – im wahrsten Sinne des Wortes – deiner Stärken bewusst wirst.

Selbstbewusstsein

Das Selbstbewusstsein ist die Sicht, die wir auf uns selbst haben. Wie bewerten wir uns selbst? Lieben wir uns? Schätzen wir unseren Wert? Akzeptieren wir uns mit allen Stärken und Schwächen?

Das Wort setzt sich zusammen aus „Selbst“ und „bewusst sein“. Es beschreibt das Wissen über uns selbst. Nathaniel Branden, Autor mehrerer Bücher zum Thema Selbstwertgefühl, beschreibt Selbstvertrauen als die Summe aus Vertrauen in sein Selbst und Respekt sich selbst gegenüber.

Leute mit geringem Selbstvertrauen ist die Meinung anderer Menschen wichtiger als ihre eigene Meinung über sich. Sie hinterfragen das Fremdbild so gut wie gar nicht und übernehmen es unwidersprochen. Sie vergleichen sich ständig mit anderen Menschen.

Es gibt kein perfektes Selbstwertgefühl.

Gegenüber dritten klingt es selbstkritisch, wenn sie sagen: „Detlef sagt, dass ich unzuverlässig bin. Und ich finde, das stimmt!“

Oft sind sie dabei nicht selbstkritisch, sondern kokettieren mit der Meinung eines anderen, die sie übernommen haben. Es fehlt die kritische Auseinandersetzung mit sich selbst.

Wenn du dein Selbstwertgefühl stärken willst, musst du hier anfangen und dich fragen: „Wer bin ich? Und was denke ich über …“

Vermeide Perfektionismus

Ein schleichendes Gift gegen dein Selbstwertgefühl ist ein allgegenwärtiger Perfektionismus. Er setzt dich permanent unter Stress und du jagst einem Ideal hinterher, das sich wahrscheinlich nicht erreichen lässt. Hast du dich schon einmal gefragt, wie eine perfekte Situation aussehen würde? Kannst du sie definieren?

Die meisten Menschen, die ich kennengelernt habe, behaupten zwar, dass sie etwas nicht perfekt gemacht haben. Aber wenn ich sie gefragt habe, wie es denn perfekt aussehen würde, können sie keine Antwort geben.

Dadurch, dass das perfekte Ziel nur sehr schwammig wahrgenommen wird, lässt sich leicht sagen, man hätte es noch perfekter machen können. Ein Selbstvorwurf. Menschen, die sich ständig selbst optimieren und alles möglichst perfekt machen wollen, haben keine Chance, ihr Selbstwertgefühl zu stärken.

Übrigens: Es gibt kein perfektes Selbstwertgefühl. Durch das Streben nach Perfektion nehmen wir uns unsere Gelassenheit und Lebendigkeit.

Vergleiche dich nicht mit anderen

Ein weiteres Gift gegen ein gesundes Selbstwertgefühl ist der ständige Vergleich von sich mit anderen. Es gibt immer Menschen, die schlauer, schöner oder erfolgreicher sind. Nach dem Vergleich fühlt man sich leer und minderwertiger.

Der Tipp, sich alternativ mit Menschen zu vergleichen, die dümmer, häßlicher und weniger erfolgreich sind, wird natürlich abgelehnt. Man will ja nicht arrogant und überheblich sein.

Statt dich mit anderen zu vergleichen, konzentriere dich auf deine Qualitäten. Oft hilft es schon, sich die Frage zu stellen: Würde ich mein Leben mit diesem oder jenem Menschen tauschen wollen? In der Regel wird die Antwort „Nein“ sein, weil irgendwo weit hinten doch ein bisschen Selbstliebe da ist.

Es gibt viele Dinge, die man an seinem eigenen Leben schätzt. Man muss sie nur sehen wollen.

Bewusstes Leben

Selbstbewusstsein heißt im Wortsinne zunächst einmal, dir über dich selbst bewusst zu sein. Du musst also möglichst viel über dich wissen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Schreibe deine Stärken und Schwächen auf. Achte darauf, dass die Liste der Stärken mindestens so lang ist wie die der Schwächen.

Frage deinen Partner oder deine Freunde, wie sie dich wahrnehmen. Was schätzen sie an dir? Was sind deine herausragendsten Eigenschaften? Du wirst dich wundern, wie unterschiedlich du wahrgenommen wirst.

Mache dir eine weitere Liste. Eine Liste mit all den Dingen, die du in deinem Leben erreicht hast. Schon die großen Meilensteine werden sicher eine lange Erfolgsliste ergeben, von den kleinen Alltagserfolgen mal ganz abgesehen.

Lerne dich mit dem Grundgefühl von liebevoller Neugier kennen, nicht als Richter oder Kritiker. Mit dieser Neugier und den damit verbundenen Erkenntnissen kannst du dauerhaft dein Selbstwertgefühl stärken und erleichtert dir auch den Umgang mit Enttäuschungen.

Ein Zustand, in dem man seinen eigenen Wert kennt und aus ihm heraus lebt, hat eine mittelschwere oder krankhafte Eifersucht keinen Platz hat und auch die Angst vor emotionaler Nähe verschwindet.

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