Geniale Selbstcoaching-Methode The Work of B.Katie

Negative Glaubenssätze loslassen mit The Work of Byron Katie

Es sind nicht die Dinge, die unser Partner tut, um unsere Eifersucht auszulösen. Sondern es sind unsere Gedanken und Urteile über das, was er tut. Das zu wissen bedeutet, die Selbst-Verantwortung für ein glückliches Leben zurückzugewinnen.

Forum Eifersucht in Beziehungen!
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Du kennst bestimmt auch Stimmungsschwankungen in deinem Leben. Mal geht es dir gut, dann wieder schlechter. Oft sind es äußere Ereignisse wie berufliche Erfolge, die unsere Stimmung heben, oder es treten Situationen ein, die sich völlig konträr zu unseren Vorstellungen von einem guten Leben entwickeln. Gerade Eifersucht zieht uns immer wieder runter.

Leben fühlt sich oft an, als wären wir ein Spielball der Umstände. Ob es uns gut geht, ob wir Stress haben, ob wir wütend werden oder eifersüchtig werden – es sind in der Regel die äußeren Umstände, die unsere Befindlichkeit beeinflussen.

Ob wir eifersüchtig werden oder nicht, hängt von unserem Partner ab. Nämlich davon, wie er oder sie sich verhält. Dieser Zusammenhang ist insofern naheliegend, weil wenn sich der Partner anders verhalten würde, dann würden wir nicht eifersüchtig werden (müssen).

Die ursächlichen Zusammenhänge sehen wir so: Verhalten des Partners > Auslöser für unsere Gefühle wie Eifersucht / Wut / Enttäuschung. Anders ausgedrückt: Unser Freund oder Lebensgefährte ist verantwortlich für unsere Gefühle bzw ganz allgemein für unser Wohlbefinden. Also erwarten wir auch von ihm, dass er sein Verhalten ändert.

Aber ist es wirklich so, dass unser Partner für unser emotionales Wohlbefinden verantwortlich ist?

Kennst du nicht auch die Situation, dass ein und das selbe Verhalten eines Menschen bei unterschiedlichen Menschen unterschiedliche Reaktionen auslöst?

Das scheint ja darauf hinzudeuten, dass es weniger das Verhalten der fraglichen Person ist, die die emotionale Reaktion bei den Beobachtern auslöst, sondern vielmehr deren innere Haltung zum Verhalten. Betrachten wir einmal das krasse Beispiel: Ein Ehemann geht fremd. Die betrogene Ehefrau rastet vielleicht vor lauter Eifersucht und Wut und Hass aus, weil sie Treue erwartet, während die Geliebte das Verhalten des Ehemanns großartig findet.

Wenn ein und das selbe Verhalten unterschiedliche Emotionen auslöst, kann es nicht am Verhalten des Ehemanns liegen. Der Grund für die unterschiedlichen Emotionen muss in den betroffenen Personen liegen, die reagieren.

Die Frage lautet also weniger, wie sehr wir den äußeren Umständen ausgeliefert sind, sondern eher inwieweit wir unseren eigenen Meinungen und Urteilen über die äußeren Umstände ausgeliefert sind. Sprich unseren negativen Glaubenssätzen, die wir loslassen müssen, um glückliche Beziehungen zu führen.

Um es noch einmal das Thema Eifersucht aufzugreifen. Es ist nicht das Verhalten des Partners, was uns eifersüchtig werden lässt, sondern unser Denken über sein Verhalten. Jemand, der die persönliche Freiheit in einer Beziehung hochhängt, wird den Seitensprung seines Partners anders bewerten und emotional gelassener nehmen als jemand, dem große Nähe, Vertrauen und emotionale Sicherheit wichtig sind.

Das Schlechte an dieser Nachricht ist, dass wir nicht mehr die Schuld für unsere Eifersucht auf den Partner schieben können. Das Gute an dieser Nachricht ist, dass wir die Verantwortung für unser Leben zurückbekommen.

Natürlich ist es sehr schwer diesen Gedankengang nachzuvollziehen, wenn der Partner durch sein Verhalten immer wieder Eifersucht auslöst. Wenn der Partner fremdgeht oder fremdgegangen ist, dann ist er eben fremdgegangen. Das sind Fakten, die weh tun und kränken.

Wenn man aber der Sache auf den Grund geht, stößt man aber beim Eifersüchtigen am Ende aber auf Gedanken und Glaubenssätze wie „Ich bin es nicht wert, dass jemand bei mir bleibt.“ „ich bin beziehungsunfähig“ oder „Ich bin (körperlich) unattraktiv“ „kein Menschen mag mich“. „Er oder sie wird mich sowieso verlassen!“ „ich werde nie wieder einen anderen Menschen finden“. „Wir gehören zusammen. Er oder sie darf mich nicht verlassen!“

Diese oder ähnliche Gedanken werden unbewusst durch das Verhalten des Partners ausgelöst. Also negative Glaubenssätze, die Trennungs- und Verlustängste auslösen und am Selbstwertgefühl nagen. Diese Ängste und Empfindungen sind die eigentlichen Ursachen für unsere Eifersucht, die wir auflösen wollen. Sie wollen wir nicht spüren, weil sie uns komplett verunsichern.

Nicht Tatsachen verunsichern uns, sondern was wir über sie denken und wie wir die Tatsachen für unser Leben beurteilen. Denken können wir viel, aber nicht alles, was wir denken können, halten wir für wahr. Jeder Mensch kann den Gedanken denken: „Mein Partner lügt!“ Aber nicht jeder hält ihn für wahr.

Oder jeder kann den Glaubenssatz denken: „Mein Partner betrügt mich!“, aber nicht jeder hält ihn für wahr.

Wahrheit entsteht also dann, wenn wir etwas für wahr halten. Wahrheit ist keine (physikalische) Tatsache, sondern subjektives Empfinden von Umständen.

Um herauszufinden, was uns an Tatsachen triggert und warum uns bestimmte Dinge so aus der Fassung bringen, oder warum sie uns ärgern, können wir uns fragen: „Was bedeutet es für mich, wenn mein Partner dies oder jenes macht?“ Die Frage nach der Bedeutung bringt uns näher an die Ursache für deine Eifersucht ran.

Welche Konsequenzen hat es, wenn man bestimmte Dinge über seinen Partner glaubt oder nicht glaubt? Anders ausgedrückt: was genau macht es mit einem, wenn man das Verhalten des Partners durch die Bedeutungsbrille sieht?

Wenn wir finden, dass er großartig ist, macht es uns glücklich und das Herz geht auf. Und so, wie es uns glücklich machen kann, vermag unser Urteil über ihn uns auch unglücklich zu machen. Eben eifersüchtig oder wütend oder verärgert etc.

Es kommt immer darauf an, was wir über sein Verhalten denken.

The Work of Byron Katie

Es ist nicht immer einfach herauszufinden, was wir wirklich über eine Situation denken bzw was genau der zentrale Gedanke in einem Wust von vielen Gedanken ist. Also die Überzeugung, die am Ende das Gefühl triggert.

Monika S beschreibt ihre Beziehungssituation folgendermaßen:

Ich realisierte, dass ich sehr übergriffig gewesen war, in meinen Forderungen und vor allem in der Motivation dahinter: dass er mir seine Liebe und den Wert, den er mir gab, beweisen sollte – während ich innerlich kein einziges Mal an seine Ehrlichkeit oder Redlichkeit geglaubt habe.
Ich habe ihm noch nie vertraut und verlangte von ihm, sich als vertrauenswürdig zu erweisen (ohne überhaupt zu wissen, ob ich ihm je vertrauen würde).

Worum geht es eigentlich? Mit entwaffnender Offenheit erkennt Monika, dass sie von ihrem Partner vertrauenswürdiges Verhalten verlangt hat. Aber dass er tun konnte, was er wollte: Sie hat ihm nie vertraut. Er hatte keine Chance.

Wie aber lauten die Glaubenssätze?

Bei den Begriffen „Forderungen“ und „Motivation“ gehen die Alarmglocken. Dahinter steckt ein Glaubenssatz, aus dessen Blickwinkel das Verhalten des Partners beurteilt wird. Um dem Glaubenssatz einen allgemeingültigen Anstrich zu verleihen, könnte er lauten: Mein Partner muss mir seine Liebe beweisen!

Im diesem Fall hat Monika offensichtlich von ihrem Partner immer wieder gefordert, dass er ihr seine Liebe beweisen sollte.

Doch leider gibt es einen zweiten Glaubenssatz, der es fast unmöglich macht, dass ihr Partner seine Liebe tatsächlich glaubwürdig beweisen kann. Der zweite Glaubenssatz lautet: Ich kann keinem Menschen trauen!

Wenn man diese beiden Glaubenssätze kennt, versteht man auch die Aussage von Monika und das Dilemma.

Solche „unmöglichen Paarungen“ sind übrigens nicht selten. Ein Beispiel gerade im Zusammenhang mit Eifersucht lautet: „Wenn du mich liebst, dann darfst du dich nur für mich interessieren!“ und gleichzeitig ist der negative Glaubenssatz „Ich bin nicht liebenswert!“ verinnerlicht.

Um es auf den Punkt zu bringen: Der Partner darf also nur den einen Menschen lieben, der nicht liebeswert ist?! Das kann nicht gut gehen.

Inwiefern ist es notwendig, eine Situation auf einen oder zwei/drei Glaubenssätze herunterzubrechen? Kann man nicht einfach auch die aktuelle Situation so beschreiben, wie es aus dem Mund kommt?

Der Vorteil, wenn man eine Glaubenssatz isoliert, liegt darin, dass sich die Situation ganz anders bereden lässt. Sie öffnet sich dem Verständnis und der Selbstreflexion. Die Situation lässt sich nicht mehr so leicht zerreden. Die extrahierten Glaubenssätze sind wie Stoppmarken oder Knoten, die man nun aufdröseln kann.

Glaubenssätze lassen sich gezielt hinterfragen. Was genau macht es eigentlich mit mir, wenn ich diesen Satz glaube? Monika hat festgestellt, dass sie übergriffig wird. Dass sie ihrem Partner die Pistole auf die Brust setzt …

Und man kann sich auch die Frage stellen: Ist es wahr, dass … Monika kann sich die Frage stellen, ist es wahr, dass mir mein Partner seine Liebe beweisen muss? Ist mir das wirklich wichtig? Was habe ich eigentlich davon?

Vielleicht stellt Monika fest, dass sie auf einem Auge blind ist. Ihre Liebesbeweise wären Blumen gewesen, die er ihr mitbringt. Doch haben sie sich nie darüber unterhalten. Es stand immer nur die Forderung im Raum: Beweise mir deine Liebe!

Ihr Partner hat täglich angerufen – aus Liebe. Aber sie hat eben Blumen erwartet, und er war nicht in der Lage sich dazu zu äußern. Er hat jahrelang mit dem Glaubenssatz gelebt: „Das muss sie selbst merken, dass das mein Liebesbeweis ist.“