Ursachen für starke Eifersucht

Die Ursachen für Eifersucht sind weder Verlustangst noch Minderwertigkeitsgefühle, sondern die Glaubenssätze über Beziehung und Partnerschaft.

Leben ohne Eifersucht ist wunderbar

Die wahren Ursachen für Eifersucht

Eifersucht ist ein Phänomen, das unsere menschlichen Grundfeste berührt und an ihnen rüttelt. Sie ist – auch wenn sie sich wie ein singuläres Gefühl anfühlt – ein Mix verschiedener Empfindungen und Gefühle. Also kann es nicht nur eine Ursache geben. Erfahre mehr, um besser mit ihr umgehen zu können.

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Oft werden Trennungsangst und mangelndes Selbstwertgefühl als wahre Ursachen für die verschiedenen Formen der Eifersucht genannt. Doch was steckt wirklich hinter einer Trennungsangst?

Ist es das Bedürfnis nach Sicherheit?! Nie wieder einen Partner zu finden? Die Angst vor Einsamkeit? Das Gefühl, mit dem Leben allein und überfordert zu sein?

Wer die wahren Ursachen für seine Eifersucht herausfinden will, der muss sich auf Spurensuche nach seinen Glaubenssätzen begeben.

Tief im Unbewussten verankerte Glaubenssätze konsolidieren, festigen oder brennen die Eifersucht in ihren verschiedenen Formen ab.

Warum ist das Leben nicht fair?

Jeder unserer Eifersuchtsanfälle fühlt sich an, als wäre unser Partner ein Übeltäter, der es auf uns abgesehen hat. Der nur an sein eigenes Wohl denkt. Auf unsere Kosten. Der unsere seelische Gesundheit und unser Wohlbefinden ignoriert.

Es ist – wie auch sonst im Leben – eine Schande, wie mit uns umgesprungen wird. Das Leben ist nicht fair.

Selten gibt uns das Leben das, was wir brauchen: Weniger Stress. Weniger Überraschungen. Mehr Zuverlässigkeit. Mehr Freundlichkeit. Mehr emotionale Zuwendung.

Mehr Liebe.

Ständig haben wir das Gefühl, das Leben korrigieren zu müssen – aber es klappt nicht. Genauso müssten wir den Partner korrigieren – und auch das klappt nicht.

Leben fühlt sich an, als wären wir ein Spielball der Umstände. Im Großen wie im Kleinen. Ob wir Stress haben, ob wir wütend werden oder eifersüchtig – es sind in der Regel die äußeren Umstände, die unsere Befindlichkeit beeinflussen und bestimmen.

Glauben wir.

Alles wird gut, wenn die Umstände sich ändern

Da sich die Umstände, wie wir sie uns wünschen, nicht ändern, sitzen wir erst einmal fest. Sehr fest. Durch die vielen kleinen Untaten des Partners nistet sich die Eifersucht bei uns ein. Wir kennen die Ursache für unsere Eifersucht – der Partner, wer sonst – und fragen uns: Warum ich?

Wir wissen ganz genau, was in unserem Leben anders sein sollte: Das Wetter sollte schöner sein. Die Kollegen sollten kommunikativer sein. Der Nachbar sollte leiser sein. Die Kinder sollten eine Klasse überspringen und der Partner sollte sich so verhalten, dass wir uns immer wohl an seiner Seite fühlen.

Wir wissen, was uns guttun würde. Aber das Leben scheint es nicht zu wissen.

 

Ach, wenn der Partner sich nur ändern würde

In den ersten Monaten des Verliebtseins wird unser Leben der Himmel auf Erden. Alle Selbstzweifel und soziale Unsicherheiten verschwinden. Gäbe es eine Krone für den glücklichsten Menschen auf der Erde: Wir würden sie tragen. Und die Liebe trägt uns.

Unser neuer Partner tüncht das Leben in rosarot und hellblau. Er ist die Ursache für unser Glück – und das darf sich nie ändern.

In den meisten Fällen kommt es anders. Leider. So, wie der nicht mehr ganz so neue Partner dafür verantwortlich war, dass wir unser Leben mehr mochten als uns selbst, so wird er nun dafür verantwortlich gemacht, dass unser Leben profan, langweilig oder ungemein gehässig wird. Manchmal ist es nicht nur „Zurück auf Start“, sondern schlimmer.

Wie auch immer die äußeren Umstände in der Beziehung oder Partnerschaft sind. Eifersucht nimmt darauf keine Rücksicht. Sie kommt und geht, wie es ihr gefällt. Selbst wenn wir froh sein könnten, dass der Partner sich aus dem Staub macht. Sie quält uns, wenn der Partner untreu wird – obwohl wir selbst schon untreu waren.

Eifersucht ist unberechenbar, führt ein Eigenleben und lässt sich kein bisschen mit Vernunft kontrollieren. In dieser Hinsicht ist sie wie die Liebe.

Wenn uns jemand fragt, warum wir eifersüchtig werden oder was die Ursache für unsere Eifersucht sei, dann zeigen wir mit spitzen Finger auf den Lebensgefährten: An dem oder an der liegt’s. Würde der sich weniger gut mit seiner Kollegin verstehen oder würde die dem Verkäufer weniger schöne Augen machen: Unsere Beziehung wäre (fast) ok. Wir hätten viel weniger Angst. Die Liebe hätte wieder Platz.

Wer von seinem Partner enttäuscht ist, muss seine eigene Erwartungshaltung ändern.

Die Ursache für unsere Eifersucht ist also ausgemacht. Der Partner. Der Zusammenhang scheint klar. Das (Fehl-)Verhalten des Partners ist der Auslöser für unsere Wut, Enttäuschung und die Angst vor weiteren Kränkungen.

Da also der Partner für unsere Gefühle und für unsere Eifersucht scheinbar verantwortlich ist, erwarten wir von ihm, dass er unser Leben ins Gleichgewicht bringt. Wir wollen nicht länger die Trennungsangst spüren. Nicht länger unser schwach ausbildetes Selbstwertgefühl wahrnehmen. Den Neid. Die Panik. Hat er nicht irgendwann einmal versprochen, immer nur das Beste für uns zu wollen?

Aber ist es wirklich so, dass unser Partner für unser seelisches Wohlbefinden verantwortlich ist? Was machen Singles? Nur blöd gelaufen?

Wir wissen zwar so in etwa, wie sich unser Lebensgefährte anders verhalten sollte, damit wir glücklich sind: aber er tut’s nicht. Auch dann nicht, wenn wir ihn drum bitten. Und schon gar nicht, wenn wir es fordern.

Das tut verdammt weh. Es kränkt uns. Wir fühlen uns unserem sturen Partner hilflos ausgeliefert. Ungeliebt. Wir können ihn nicht ändern.

Aber wir können uns ändern. Tipps zum Umgang mit Eifersucht helfen bei der Selbstreflexion.

Wie entsteht starke Eifersucht?

An dieser Stelle ein kleines Gedankenexperiment, das nur im ersten Moment abwegig erscheint.

Überall auf der Welt geht die Sonne am Morgen auf und am Abend unten. Überall fließt Wasser bergab. Überall fallen schwere Gegenstände senkrecht von oben nach unten. All das folgt Naturgesetzen.

Überall auf der Welt haben die Menschen Grundbedürfnisse. Sie haben Hunger und wollen körperlich unversehrt bleiben. In Würde leben. Sicherheit haben. Frei entscheiden können.

Aber nicht überall auf der Welt glauben die Menschen an denselben Gott oder überhaupt an einen Gott. Manche Menschen lieben Personen des anderen Geschlechts, manche des gleichen Geschlechts.

Nicht überall auf der Welt ist es den Menschen wichtig, von morgens bis abends für Lohn zu arbeiten oder pünktlich zu sein. Einige rülpsen bei Tisch – aus Höflichkeit, andere rülpsen nicht bei Tisch – aus Höflichkeit.

Glaubenssätze in der Beziehung

Betrachtet man das Leben auf der Erde so, dann scheint es Dinge zu geben, die immer und überall gleich sind. Und es scheint Dinge zu geben, die mit uns als denkende Wesen zu tun haben. Dinge, innerhalb einer Gemeinschaft gleich gesehen werden.
 

Es sind die Dinge, die einer Gemeinschaft wichtig sind und die durch Regeln und Gesetze den einzelnen zu einem bestimmten Verhalten “zwingen”. Viele dieser Verhaltensregeln sind uns in unserer Kindheit anerzogen worden.

Sie fühlen sich an, als wären es Naturgesetze, die man nicht ändern kann. „Das ist so“, sagen wir in einem solchen Fall. Diskussion beendet.

Diese „Fakten“, über die wir nicht mehr nachdenken, sind unsere Urteile und Überzeugungen. Unsere Vorurteile. Es sind die Glaubenssätze über die Welt, über die anderen und über uns selbst.

Dazu gehören auch unser Gedanken über die Ehe, die Partnerschaft und Beziehungen. Was denken wir über Monogamie oder Polygamie?

In unserer Gesellschaft bevorzugen wir monogame Beziehungen. Darin sind sich alle einig – bis auf die, die es anders machen. Was denkst du?

Die Listen von Überzeugungen und Glaubenssätzen über Partnerschaft sind in uns vergraben wie Landminen, die bei Berührung explodieren.

Glaubenssätze, die unsere Beziehungen destruktiv beeinflussen, lauten beispielsweise

  • „Frauen gehören hinter den Herd.“
  • “Männer denken immer nur an das eine.”
  • “Frauen sind Zicken.”
  • “Ich genüge meiner Partnerin nicht.”
  • “Der Mann muss die Familie ernähren können.”

Diese Beispiele hören sich teilweise plakativ an, geistern aber oft genug durch unseren Kopf und beeinflussen unbewusst unsere Beziehung zum Partner. All diese Glaubenssätze schaffen Distanz und keine emotionale Nähe.

Lies dir einmal jeden einzelnen Satz laut vor und stell dir dabei deinen Partner vor. Kommst du ihm näher oder entfernst du dich gefühlsmäßig?

Woran erkennt man Glaubenssätze?

Glaubenssätze lassen sich gut durch einen inneren Widerstand oder Unmut erkennen. Sobald wir etwas erleben, was in uns einen Glaubenssatz anspricht, stellt sich ein Gefühl ein. Im positiven wie negativen Sinn.

Wie hast du bisher auf den Artikel reagiert? Hast du inneren Widerstand gespürt? Hast du den ein oder anderen Satz bestätigt? Hast du deine innere Stimme gehört, die gerufen hat: “Stimmt! Genauso ist es!” oder die gesagt hat: “So ein Quatsch!“

In jedem Fall haben ein paar Gedanken des Artikels ein paar deiner Glaubenssätze touchiert!

Wie wirken Glaubenssätze bei Eifersucht

Glaubenssätze sind eine Art Blaupause, vor der die Dinge unseres Alltags bewertet werden. Sie bestätigen, was um uns herum positiv ist, und sie verurteilen, was schlecht für uns ist. Wenn sich unser Partner mit einem anderen Mensch trifft, dann ist das – neutral betrachtet – zunächst einmal nur eine Begegnung zwischen zwei Menschen.

Diese Begegnung neutral zu sehen ist sehr schwierig, wenn von den vielen unserer Glaubenssätze einige lauten:

  • „Man kann nur einen Menschen lieben!“
  • „Wir gehören zusammen.“
  • „Man kann keinem trauen.“
  • „Ich bin nicht liebenswert“.
  • “Ich genüge nicht!”
  • “Das Pech verfolgt mich.”

Mit solchen Gedanken im Hinterkopf kann einem schon mal angst und bange werden, wenn der Partner sich nach einer anderen Person umdreht. Der Partner bestätigt nur, was wir ohnehin wissen: “Ich genüge nicht.” Und schon dreht die Eifersucht auf und provoziert eine Szene.

Mein kostenloser MINI-KURS “Eifersucht bekämpfen” unterstützt dich effektiv.

Fazit: Es ist also weniger das Verhalten des Partners, das die Eifersucht auslöst, sondern unsere innere Haltung durch all unsere Glaubenssätze. Das Verhalten des Partners ist nur ein Auslöser, um unsere Glaubenssätze zu aktivieren.

Seine Gründe der Eifersucht hinterfragen

In einer Dreierbeziehung wird Verhalten sehr unterschiedlich bewertet. Angenommen, ein Ehemann hat eine Geliebte. Die betrogene Ehefrau dreht vor lauter Eifersucht am Rad, weil sie Treue erwartet. Die Geliebte aber findet das Verhalten des Mannes großartig. „Fremdgehen“ ist eine Frage der Perspektive. Eifersucht auch.

Jemand, der die persönliche Freiheit in einer Beziehung hoch hängt, wird den Seitensprung seines Partners anders bewerten und emotional gelassener nehmen als jemand, dem große Nähe, Vertrauen und emotionale Sicherheit wichtig sind.

„Fremdgehen“ ist nicht die Ursache für unsere Eifersucht, sondern unsere Geisteshaltung und unser Denken ist der Grund, warum wir eifersüchtig werden.

Wollen wir unsere starke Eifersucht überwinden, müssen wir unsere Glaubenssätze über Beziehung, über Frauen und Männer im allgemeinen und über uns im besonderen reflektieren.

Der Partner ist nicht die Ursache für die Eifersucht, sondern nur der Auslöser.

Fassen wir die Aussagen zusammen, ergibt sich folgendes Bild über die Ursachen von Eifersucht: Dein Partner verhält sich so, dass bei dir bestimmte Glaubenssätze aktiviert werden. Doch anstatt sich in Form von Gedanken zu zeigen, lösen sie Gefühle wie Angst vor Verlust und Trauer und vielleicht Neid in dir aus, die du in ihrer Gesamtheit als Eifersucht wahrnimmst.

Natürlich ist es schwer, diese Überlegungen zu bestätigen, wenn der Partner uns durch sein Verhalten immer wieder kränkt und uns unsere Eifersucht hochgehen lässt. Wir spüren nicht unsere Glaubenssätze, sondern nur Gefühle wie Angst und Wut und fühlen uns unserem Kontrollzwang ausgeliefert.

Das Schlechte an diesem Wissen ist, dass wir nicht mehr die Schuld für unsere Eifersucht auf den Partner schieben können.

Das Gute an diesem Wissen ist, dass wir die Verantwortung für unser Leben zurückbekommen.

Um Glaubenssätze zu verändern oder loszulassen, muss nicht gleich eine Therapie machen. Er kann auf die einfache wie geniale Selbstcoaching-Methode The Work of Byron Katie zurückgreifen. Das Bearbeiten von Glaubenssätzen ist eine Domain des NLP.

Fang noch heute an, deine Glaubenssätze zu hinterfragen, um deine Eifersucht zu überwinden.

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Unterdrückte Wünsche als Ursache

Keiner von uns kann sich von sich behaupten, dass er in jeder Hinsicht frei sei. Dass er keine Zwänge kennen würde. Keine Handlungsautomatismen. Dass er keiner Impulssteuerung unterliege.

Es geht nicht um das Ausmaß, sondern ums Prinzip. Jeder von uns hat Impulse, denen er am liebsten folgen würde – wenn er sie zulassen würde. Wenn er damit nicht in der Gesellschaft anecken würde.
 
Und – zugegeben – viele Menschen merken ihre Bedürfnisimpulse nicht mehr. Sie haben eine Art Panzer um sich herum angelegt, der sie für ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse unempfindlich macht.
 

Wir wären keine Menschen, wäre es nicht so. Letzten Endes muss jeder mit sich ausmachen, wieviel und welche Wünsche und Bedürfnisse er bereit ist zu unterdrücken, nicht aus sich rauszulassen oder überhaupt zu spüren.

Dieses psychologische Phänomen der Selbstunterdrückung ist ein Grund von verschiedenen Ursachen für unsere Eifersucht.

Der Partner, der lernen muss, mit unserer Eifersucht umzugehen, dient dabei als Projektionsfläche.

Aus Vermutung wird Überzeugung

Nicht immer sind die Gründe für Eifersucht nachvollziehbar. Sie scheint wie aus dem Nichts aufzutauchen.

Der eifersüchtige Mensch sieht beim gemeinsamen Einkauf seinen Lebensgefährten „fremdschauen“. Beim Sex wirkt er seltsam geistesabwesend – vermutlich weil er mit dem Kopf ganz woanders ist: Bei einem anderen attraktiveren (!) Menschen. Wir unterstellen ihm “fremddenken”.

Eifersucht beginnt mit einer Vermutung, die sich morgen wiederholt, vielleicht auch  übermorgen, eine Woche später usw. – und plötzlich wird durch ständige Wiederholung aus der Vermutung eine gefühlte Überzeugung.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Was haben Vermutungen mit selbstunterdrückten Impulsen, Bedürfnissen und Wünschen zu tun?

Die Selbstunterdrückung von Impulsen und Wünschen bemerken wir in der Regel nicht mehr. Sie läuft als Regulativ unseres Handelns völlig unbewusst ab. Und das ist der Knackpunkt: Der unbewusste Ablauf.

Wir haben unsere Meinungen, Überzeugungen und Glaubenssätze, die uns durch das Leben führen. Sie helfen uns, die Welt in gut und schlecht, und gut und böse einzuteilen. Nicht nur die äußere Welt, sondern auch unsere innere Welt.

Es kann nicht sein, was nicht sein darf

Und so verurteilen diese Glaubenssätze auch das eigene Verhalten und Denken, unsere Impulse und Bedürfnisse. Wir unterdrücken sie. Selbst den Wunsch nach einer glücklichen Beziehung wagt der ein oder andere Mensch nicht zu äußern.

Durch jahrelange Unterdrückung unserer Bedürfnisse verlieren wir den Kontakt zu ihnen. Wir nehmen sie gar nicht mehr wahr, wir ignorieren oder verleugnen sie.
 
Machmal wollen wir nicht wissen, dass es neben unserem Partner auch für uns noch andere Menschen gibt, die wir anziehend finden und die ein leichtes Prickeln in uns auslösen. Wir wollen es nicht wissen, weil wir uns auf den einen Partner festgelegt haben.
 
Wir bemerken nicht, wenn während eines uninspirierten Restaurantbesuchs unsere Aufmerksamkeit immer wieder an den Nachbartisch wandert, wo ein interessanter Mensch seinen Partner bestens unterhält.
 
Wir wollen nicht wahrhaben, dass der Sex mit einem früheren Partner viel besser war als mit dem jetzigen. Wir wollen es nicht wahrhaben, weil wir uns festgelegt haben.
 
Und wir verkneifen uns den Wunsch zu denken, endlich mal wieder mit einem Menschen, der nicht unser Partner ist, unbekümmert und frei und überschwänglich zusammenzusein. Davon wollen wir nichts wissen – denn wir haben uns ja festgelegt.
 
Nach einigen Jahren haben wir uns so sehr daran gewöhnt, dass unser Bewusstsein gar nicht mehr merkt, wovor wir die Augen schließen. Vordergründig bleiben nur die unzähligen namenlosen Enttäuschungen mit dem Partner.
 

Doch ist unser Geist wie das Internet. Es vergisst nichts.

Unser "untreuer" Partner lebt angeblich das, was wir uns verbieten zu denken.

Und so verurteilen diese Glaubenssätze auch das eigene Verhalten und Denken, unsere Impulse und Bedürfnisse. Wir unterdrücken sie.

Durch jahrelange Unterdrückung unserer Bedürfnisse verlieren wir den Kontakt zu ihnen. Wir nehmen sie gar nicht mehr wahr, wir ignorieren oder verleugnen sie.
 
Machmal wollen wir nicht wissen, dass es neben unserem Partner auch für uns noch andere Menschen gibt, die wir anziehend finden und die ein leichtes Prickeln in uns auslösen. Wir wollen es nicht wissen, weil wir uns auf den einen Partner festgelegt haben.
 
Wir bemerken nicht, wenn während eines uninspirierten Restaurantbesuchs unsere Aufmerksamkeit immer wieder an den Nachbartisch wandert, wo ein interessanter Mensch seinen Partner bestens unterhält.
 
Wir wollen nicht wahrhaben, dass der Sex mit einem früheren Partner viel besser war als mit dem jetzigen. Wir wollen es nicht wahrhaben, weil wir uns festgelegt haben.
 
Und wir verkneifen uns den Wunsch zu denken, endlich mal wieder mit einem Menschen, der nicht unser Partner ist, unbekümmert und frei und überschwänglich zusammenzusein. Davon wollen wir nichts wissen – denn wir haben uns ja festgelegt.
 
Nach einigen Jahren haben wir uns so sehr daran gewöhnt, dass unser Bewusstsein gar nicht mehr merkt, wovor wir die Augen schließen.
 

Doch ist unser Geist wie das Internet. Es vergisst nichts.

Nicht gönnen, was wir uns selbst verbieten

Das Unbewusste weiß genau, was wir uns selbst antun. Es rechnet mit. Und vor allem will es eins nicht: Dass andere sich das gönnen, was wir uns selbst unbewusst verbieten.

Und da kommt nun der Partner ins Spiel. Wir mit unserer reinweißen Weste aus Ignoranz und Blindheit für die eigenen Wünsche, nehmen hochsensibel das Verhalten des Partners wahr und auseinander. Das, was wir bei uns nicht sehen, sehen wir beim Partner.

Je stärker wir jeden Verdacht von uns weisen, auch nur ansatzweise an andere attraktive Menschen zu denken, desto stärker neigen wir zur Eifersucht.

Im Grunde lebt unser „untreuer“ Partner das, was wir uns verbieten. Nun aber bekämpfen wir nicht mehr nur die Impulse in uns, sondern die, die wir in den Partner hineinprojezieren.

Keiner von uns kann von sich behaupten, er sei frei von Selbstunterdrückung. Und wer nicht frei davon ist, ist auch nicht frei von Projektionen seiner unterdrückten Bedürfnisse und Wünsche auf andere.

Wenn du also eifersüchtig auf deinen Partner bist, dann geh doch einmal in dich und horche auf deine innere Stimme und achte auf deine inneren Bilder: Was würdest du hier und jetzt wollen, wenn du dich nicht auf deinen Partner festgelegt hättest?